100 Food-Blogger haben wir gefragt: Das Blogger-Kochbuch

Die Antwort ist: Lecker!

Ich lese gerne, ich koche gerne, ich gucke gerne schöne Bilder an. Kurzum: Ich liebe Food-Blogs. Deshalb hole ich mir mittlerweile auch viele Rezept-Ideen im Internet – wie Millionen andere.
Warum also noch Kochbücher kaufen? Ganz einfach: Weil es noch schöner ist.

Ich verstehe nicht, warum über die Stars der neuen Medien – diese Blogger – die Nase gerümpft wird, wenn sie bei wachsender Bekanntheit zurück zu den alten Medien – diesen Büchern – finden. Ein Buch ist ein Buch, ein Blog ist ein Blog. Ist doch ganz wunderbar, wenn sich beides ergänzt und voneinander profitiert.

Blog & Buch

Darum macht auch das Blogger-Kochbuch für mich Sinn. Sich durch 100 Doppelseiten mit Rezepten von 100 verschiedenen Bloggern zu blättern ist nun mal viel einfacher, als sich durch 100 Websites mit hundertmal so vielen Bildern zu klicken. Vielleicht entdeckt man einen Blog, den man noch nicht kannte, oder ein Rezept, nach dem man online nie geguckt hätte.
Und ein Buch gibt uns dafür Zeit, das hat Muße, das bleibt auch mucksmäuschenstill mal Monate liegen und – abracadabra – der Inhalt bleibt gleich!

Gut, dass es nach den vier Jahreszeiten strukturiert ist, so weiß man immer genau, wo man hinblättern muss – auch dann, wenn man sich im Winter mal in den Sommer wünscht (so wie ich die meiste Zeit).

Selbsttest

Ich habe bislang zwei Herbst-Rezepte, die man übrigens auch gut in den Winter packen kann, ausprobiert. Einmal die Liaison von Pilzen, Rucola und knusprigen Kartoffeln vom Blog natürlich schmeckt’s

Liaison von Pilzen, Rucola und knusprigen Kartoffeln

und die Käsecarbonara von Melierecipes.

Käsecarbonara mit Birnen

Überzeugt haben mich beide.

Süß oder sauer?

Ich gehöre eindeutig der Fraktion „Deftig“ an, deshalb fand ich es schade, dass im Buch deutlich die Süßspeisen und Backrezepte überwiegen. Für mich keine ausgewogene Mischung.

Auch die Bildauswahl hat mich manchmal etwas gewundert. Es gibt doch hunderttausend geile Food-Blogs mit Bildern, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen, die Dich denken lassen: „Ich will das, ich brauch das und zwar SOFORT!“ Leider gibt es im Buch davon zu wenige, das ein oder andere ist gar unscharf, ein Stockfoto oder wirkt, als wäre es den 90ern entsprungen.

Das passt auch gar nicht zur Aufmachung des Buches. Das kommt nämlich sehr young and fresh daher, mit angesagter Typographie und zeitgemäßem Cover. Dafür: Daumen hoch!

Alles in allem: super Idee, toller Überblick über die unterschiedlichsten Food-Blogs und Rezepte – die bestimmt viele ansprechen – nur hier und da zwickt es bei der Umsetzung.

Jungen Kocheinsteigern, die sich zum ersten Mal an den Herd wagen, macht das Blogger-Kochbuch bestimmt Spaß und Lust auf mehr!

Simone Goller (Hrsg.): 100 Food-Blogger haben wir gefragt. ars vivendi Verlag, 2016. 25 Euro.

3 thoughts on “100 Food-Blogger haben wir gefragt: Das Blogger-Kochbuch

  1. Alexandra O'Donovan

    Hi Ulla,
    dann musst du unbedingt auch mal die App mealy ausprobieren, da haben ca. 120 Blogger Rezepte zur Verfügung gestellt. Tolles Ding, wenn man unterwegs ist, Inspiration braucht und kein Kochbuch parat hat…
    viel Spaß und liebe Grüße, Alex

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