5BlaBla10Blub #2: 7 Food-Favoriten in London

London, ich hab Dich zum Fressen gern!

Ja, London ist teuer, London ist laut. Aber London ist auch der Hammer! Und hat kulinarisch einiges zu bieten, ohne dass man dafür ins Nobelrestaurant stöckeln oder seinen Dispo in die Knie zwingen muss.

Ich hab euch mal 7 meiner lukullischen Lieblinge aufgelistet. Gern geschehen!

1. Starting with a classic

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Das Bailey’s in Fulham. Fish and Chips at its best!

Fish and Chips: Britischer geht’s kaum. Und am besten schmeckt’s noch immer stilecht und – ja, das meine ich ernst – niveauvoll aus dem Zeitungspapier zum Mitnehmen. Dazu passen mashed peas, leicht zerdrückte Erbsen. Absolutes Muss ist (Heike, guck mal kurz weg) der Malt Vinegar über den Pommes. Sonst ist das Leibgericht eben nur halb so gut. Und wenn man das ein oder andere Zitrönchen über dem Cod oder Haddock zerdrückt, schadet das auch nicht. Enjoy!

Mein Tipp: Bailey’s in Fulham. Best Fish and Chips I ever had. And trust me, I had a lot! Allerdings sind die Portionen riiiiiiiiiieeeeeeeeesig. Selbst bei Kurz-vor-dem-Kollaps-Hunger genügt die normale Portion.

2. Breakfast at Bill’s

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Full English Breakfast Vegetarian Style – mit Avocado statt Fleischfanal!

Als Fleischverächter hat man es ja beim Frühstücken auf der Insel bekanntlich nicht unbedingt leicht. Full English Breakfast bedeutet nun mal Würste, Bacon, Black Pudding (die herzallerliebste Blutwurst in Scheiben geschnitten), nochmal Wurst und nochmal Bacon und zur Zierde etwas gebratene Pilze, Tomate und Ei. Dazu gibt’s Toast.

Die Alternative gibt’s bei meinem neuen Freund Bill (Bill weiß noch nichts von unserer Freundschaft, vielleicht bleibt sie einseitig). Also, wer will, kriegt da auch das saftige Original. Aber alle anderen kommen hier auch voll auf ihre Kosten und müssen sich eben nicht mit „second-best“ zufrieden geben. Das Full English Breakfast Vegetarian ersetzt das Fleisch durch Avocado und macht absolut glüüüüüüücklich. Und schön ist’s da, richtig schön. Viele der Produkte kann man in hübsche Dosen verpackt für Zuhause kaufen.

3. Give me Five, Guys!

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Rein ins Burger-Vergnügen bei Five Guys Burger

Mit kleinem Hunger braucht man bei Five Guys Burger gar nicht erst aufzukreuzen. Dann kauft euch lieber ein Sandwich bei Pret-A-Manger (die Läden des Bio-Sandwich-Labels findet man mittlerweile an jeder zweiten Straßenecke in London und sind auch sehr zu empfehlen). Die amerikanische Burgerkette hat mittlerweile UK erobert und bleibt auch in Great Britain durch und durch American. Besonders was die Portionsgrößen betrifft. Die Regular Fries reichen für zwei – und zwar als Hauptspeise. Und sie sind fan-tas-tic. Neben der Theke kann man übrigens immer nachlesen, woher die Kartoffeln dafür kommen. Bei unseren diesmal aus Suffolk. Bei den Burgern sind Fleischesser deutlich im Vorteil. Man kann sie sich wie ein Puzzle selbst zusammenstellen. Vegetarier kriegen ein Sandwich als Alternative. Naja. Aber da die Pommes so lecker und so viele sind: alles easy. Give me Five, Guys!

4. Pub-Kultur

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Fair Albion: Ohne Pub-Besuch war man nicht in London

Wer mit der London Underground unterwegs ist, hüpft bei einer Fahrt mit der Circle oder District Line an der Station Blackfriars raus und läuft die Queen Victoria Street in Richtung St Paul’s Cathedral hinauf. Auf der linken Straßenseite liegt das gemütliche und alles andere als verstaubt wirkende Pub The Albion. Hier gibt’s typisch britische Pub-Küche mit Gerichten, die nicht erst nach drei Pint gut schmecken. Wer will, kriegt auch hier einen Burger, versucht es mit Lamm – oder wie ich – mit dem Klassiker Fish and Chips. Das sieht gut aus, hat Würze und Pfiff und die Bedienung ist auch richtig nett.

5. To Jamie or not to Jamie, that is the question

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Gefüllte Pilz-Ravioli in Jamie’s Italian machen Mmmmmmh!

Entweder man liebt ihn oder hasst ihn! Kaum ein Koch polarisiert so stark wie Jamie Oliver. Manch einer mag die Namen seiner Kinder nicht (warum sie dann auch seine Küche ablehnen, bleibt mir rätselhaft), andere finden es eklig, dass er sein Essen mit bloßen Händen anfasst (ach, Leute!) und wieder andere meinen, er sei mediengeil und müsse zu jedem Thema sein Gesicht in die Kamera halten (immerhin hat er ne Meinung, sag ich da). Ich gehöre zwar nicht zu den ekstatischen Jamie-Supportern, aber ich finde ihn tendenziell eher gut, ich mag das Unprätentiöse und ich persönlich finde es super, dass er soviel mit den Händen hantiert. Ete Petete, damit kann ich gar nicht.

Auch über seine Restaurants habe ich schon viel Gutes und viel Schlechtes gehört. Was tun? Selbst ausprobieren! Also hab ich mich in Jamie’s Italian in Shepherd’s Bush gewagt. Die Bedienung war wahnsinnig freundlich, natürlich, schnell, auf Zack und witzig obendrein. Und das Essen hat tatsächlich nach Italien geschmeckt. Frische Pasta, frisches Gemüse, saulecker. Thumbs up for Jamie!

6. Burger an der Bridge

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Burger Time an der Tower Bridge

Auch das All Bar One ist eine Kette, die man immer wieder entdeckt, wenn man so durch London läuft. Ich hab mich bei einem Spaziergang über die wunderbare Tower Bridge dorthin verirrt. Wer aus Richtung Tower darüber läuft und dann links direkt an der Themse entlang flaniert, wird es nicht verfehlen. Zu essen gab’s mal wieder Burger. Vegetarisch. Portobello Mushroom Burger. Der Klassiker unter den Veggie-Burgern hat mich im All Bar One sofort überzeugt. Vor allem das Patty mit Roter Bete und Kichererbsen lässt keine Wünsche offen und wenn’s dann auch noch schön angerichtet ist, was soll man da noch meckern?

7. Auf den Teller gekommen

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Grilled Tuna mit Quinoa und Gurkensalat mit Sesam-Dressing. Na, hungrig?

Last but not least mein London-Favorite 2016: Wagamama.
Ich gehe gerne asiatisch essen. Und wo, wenn nicht in London, kann man die kulinarische Vielfalt Asiens in Europa so richtig auskosten? Wer Nudeln mag und keine Lust auf „gelbe Hand“ hat, sollte zu Wagamama gehen. Aber auch der gegrillte Thunfisch mit Quinoa war einmalig gut. Diese Sesam-Soße werde ich so schnell nicht vergessen.

Und diese Teller, diese Teller! Ich musste sofort die Kellnerin nach dem Hersteller dieser atemberaubend schönen Teller fragen. Wusste sie nicht. Der Restaurant-Manager brachte die Erleuchtung. Sie werden von der Porzellanmanufaktur Dudson aus Stoke-on-Trent hergestellt, leider nur für den Gastro-Bedarf.

Aber ich gebe nicht auf. Ein Königreich für einen Teller!

3 thoughts on “5BlaBla10Blub #2: 7 Food-Favoriten in London

  1. Schilder Katharina

    Falls ich nach London komme, werde ich deinem kulinarischen Ratschlägen folgen.
    Tolle “ appetitliche “ Bilder .
    Katharina

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