Brot mit Pesto! Passt scho!

Alles andere als eine brotlose Kunst

Ganz ehrlich, gibt es einen besseren Geruch als den von frisch gebackenem Brot? Auch der erste Biss in das direkt aus dem Ofen kommende Backwerk, aus dessen zerpflückter Mitte noch der Dampf aufsteigt, ist einfach himmlisch. Ich backe sehr gerne und sehr oft Brot bzw. eine Art Focaccia. Und das pimpe ich dann auf unterschiedlichste Weise, je nach Saison, je nach Kühlschrankbefüllung, je nach Laune. Bärlauch, getrocknete Tomaten oder gebratener Speck, erlaubt ist, was gefällt! Was ich immer mit in den Teig packe, ist eine zerkleinerte rote Zwiebel. Die macht das Ganze ordentlich saftig!

Teig umarmt Pesto

In der neuesten Variante treffen mein improvisiertes Focaccia auf mein improvisiertes Pesto. Pesto muss nicht immer mit Pinienkernen und Parmesan gemacht werden, Pistazien oder Walnüsse und irgendein Hartkäse tun es auch.

Wenige Zutaten und so viel Geschmack

Zutaten für das Pesto

  • Eine Handvoll Grün (z.B. Basilikum und Rucola, dann wird’s etwas bitter; mit Bärlauch kommt eine Knoblauchnote ins Spiel)
  • Eine halbe Handvoll Nüsse (z.B. Pistazien/geröstet/gesalzen und Walnüsse)
  • Olivenöl (das Beste, das im Schrank steht!)
  • Eine halbe Handvoll Käse (z.B. Parmesan oder irgendein anderer Hartkäse)
  • Salz und Pfeffer aus der Mühle

Zutaten für den Brotteig

  • 400 g Weizenmehl
  • 200 g lauwarmes Wasser
  • 1 Päckchen – jetzt kommt`s – Trockenhefe (ja genau, Trockenhefe)
  • Salz aus der Mühle
  • 1 rote Zwiebel und etwas Olivenöl

Los geht`s

Für das Brot das Mehl in eine Schüssel geben. Mit einer Gabel verrühren, damit es etwas fluffiger wird. Salz und die Trockenhefe zugeben, wieder umrühren. Nun nach und nach das Wasser zugeben und alles zu einem Teig kneten. Am besten mit den Händen. Kochen ist auch Fühlen! Wenn sich der Teig als Klumpen von der Schüssel lösen lässt, ihn in der Schüssel erst mit Frischhaltefolie, dann mit einem Geschirrtuch abdecken und an einem warmen Ort ca. 45 Minuten gehen lassen. Wer auf die Folie verzichtet, riskiert, dass der Teig später am Tuch klebt. Das wollen wir aber nicht.

In der Zwischenzeit den Käse reiben. Parallel die Nüsse in einer Pfanne ohne Fett anrösten. Als nächstes alle Pesto-Zutaten in ein hohes Gefäß geben und mit einem Stabmixer schön cremig mixen. Evtl. Öl nachgießen, damit es eine flüssige Masse ergibt.

Nun die rote Zwiebel klein hacken, in ein Schälchen geben und mit Salz und Olivenöl vermengen. Den Teig nochmals durchkneten und dabei die Zwiebeln einarbeiten. Den Teig wieder wie eben abdecken und nochmals ca. 45 Minuten gehen lassen.

Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein Backblech großzügig mit Öl bestreichen. Salz aus der Mühle auf das Backblech streuen. Den Teig auf das Blech legen und ihn dort möglichst lang ziehen, mit einem Teigschaber (oder Messer mit glatter Klinge) den Teig in zwei lange Teile schneiden. Beide Teile mit dem Pesto bestreichen und ineinander verdrehen, so als wollte man ein Tuch auswringen. Und immer schön vorsichtig vorgehen. Bleibt etwas Pesto übrig, kann man es auf das aufgerollte Brot streichen (das wird dann beim Backen etwas braun).

Das Brot bei 180°C Ober- und Unterhitze ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene in den Backofen geben.

L wie lecker – L wie Loser

Fluffiger Hochgenuss

Das geht wirklich supereinfach und schmeckt superlecker! Wer ein Brot ohne Schnick-Schnack will, braucht nicht mehr als Wasser, Mehl, Trockenhefe, Salz und Öl. Und selbst diese supersimple Variante macht Endruck, wenn das Schätzchen noch dampft! Also wirklich jeder kann Brot backen! Entweder man mampft es einfach so oder man reicht es als Beilage zu Nudelgerichten. Auch zu Tapas ist das ein Bombenbegleiter. Oder beim Osterfrühstück. Oder beim Picknick mit Wein und Käse. Oder beim Käse-Fondue, oder, oder, oder…!

Ich wünsche einen guten Appetit!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.