Interview mit Stephanie Rinner von Mein Keksdesign

Einen an der Waffel

Wie kommt eine Wirtschaftswissenschaftlerin mit einem Diplom in Mode-Design dazu, nach zehn Jahren in der PR-Branche ein Business rund um den Keks aufzuziehen? Wie wird der Keks zum Lebensmittelpunkt? Und was um Himmels Willen sind Mucki Cookie Cards? Ihr merkt schon, es gab einiges zu besprechen im Interview mit Stephanie Rinner, der Gründerin von Mein Keksdesign.

Muss man nicht ordentlich einen an der Waffel haben, um ein Business rund um den Keks zu starten?
Stephanie Rinner: Eine Prise Humor gehört bei dem Schritt ganz bestimmt dazu, aber im Gegenteil: Um ein erfolgreiches Unternehmen auf die Beine zu stellen, braucht es viel Liebe zum Keks und einen guten Business Plan.

Wie und wann sind Sie darauf gekommen Mein Keksdesign zu gründen?
Stephanie Rinner: Nach über 10 Jahren in der Kommunikation und PR, hatte ich den Wunsch meine ganz eigene Marke zu gründen. Ich habe überlegt was ich wirklich am besten kann und womit es mir garantiert nie langweilig wird und das ist schlicht das Backen.

Was für Prognosen haben Sie von Ihrem privaten Umfeld erhalten?
Stephanie Rinner: Von meiner Familie und den liebsten Freunden hatte ich die vollste Unterstützung. Bei so einem Schritt ist das wirklich essentiell.

Was haben Sie vorher gemacht oder anders gefragt: Sind Sie auch Konditorin oder Bäckerin?
Stephanie Rinner: Ich habe ein abgeschlossenes Wirtschaftsstudium und ein Diplom in Mode Design und war vor dem Schritt in die Selbstständigkeit über 10 Jahre als Senior PR und Communication Manager für weltweit bekannte Schmuck- und Modemarken tätig. Für die Gründung meines Unternehmens habe ich mit einer Ausnahmebewilligung eine Sonderprüfung bei der Konditoreninnung Bayern abgelegt. Hiermit kann ich meinen Kursteilnehmern nicht nur praktisches Wissen, sondern auch wichtiges theoretisches Know-how vermitteln.

Ab Herbst soll es einen Mein Keksdesign-Laden in München geben. Wie wird der werden?
Stephanie Rinner: Der erste Mein Keksdesign-Store soll eine Backschule mit integriertem Store für tolle Keksausstecher und Backzubehör sein. Ein Traum für kleine und große Hobbybäcker, um sich kreativ auszutoben.

Kleine Bäcker in der Backschule

Ich bin mehr so der salzige Typ. Werde auch ich bei Ihnen fündig?
Stephanie Rinner: Hmmm ein salziger Keks? Wäre einen Versuch wert. (Wie wär`s mit Salted Caramel? Mmm…! Anm. d. Red.)

Sie machen Kekse die aussehen wie Hühner und wie Kleidchen. Könnte ich mir auch ein Keksdesign wünschen? Z.B. ein aufgeschlagenes Buch, oder einen schicken Schreibtisch, oder das gesamte Alphabet?
Stephanie Rinner: Aber natürlich, dem Keksdesign sind keine Grenzen gesetzt. Man kann sich mit Keksen durch das ganze Jahr backen. Ich habe mich schon immer gefragt, warum man Plätzchen primär nur zu Weihnachten backt, sind sie doch perfekt zum Verreisen, für den Strand oder zum Wandern. Bei mir zu Hause gibt es Vanillekipferl auch mal im Juli.

Es gibt keinen Keks, den es bei Stephanie Rinner nicht gibt

Was ist Ihre liebste von Ihnen selbst produzierte Nascherei?
Stephanie Rinner: Ganz klar der Keksteig. Ich liebe kalten Teig, bei dem die Zuckerkristalle im Mund knirschen. Herrlich!

Können Sie da überhaupt noch Süßes aus dem Supermarkt essen?
Stephanie Rinner: Absolut! Allerdings geht nichts über selbstgemachte Brownies. Aber als Österreicherin liebe ich Mannerschnitten. Die könnte man selber gar nicht so gut hinbekommen.

Mucki Cookie Cards – diese Karten haben einen Keks

Bei Ihnen im Online-Shop gibt`s auch Mucki Cookie Cards. Das sind Postkarten bei denen sich ein Keks in eine hübsche Zeichnung integriert. Wie sind Sie darauf gekommen und wer zeichnet die Bildchen?
Stephanie Rinner: Die Cookie Cards sind eigentlich aus der „Mucki“ entstanden. Mucki ist der Spitzname den mir mein Bruder als kleines Mädchen gegeben hat und die illustrierte Figur ist an mich als Gründerin angelehnt. Die Grußkarten stellen unterschiedliche Szenen dar, für Weihnachtsgrüße beim Christbaum schmücken, für Glückwünsche im Hochzeitsauto, in einem Straßencafé mit Cupcake zum Geburtstag und vieles mehr. Die Illustrationen stammen von einer lieben Freundin, die der Mucki mit viel Liebe zum Detail Leben eingehaucht hat. In einer eleganten Geschenkverpackung lassen sich Karten eben auch mit einem frischen Keks verschicken. Der Keks ist extra verpackt und auf die Karte geklebt. So bleibt die Karte auch noch nach dem Vernaschen ein hübsches Andenken.

Hätten Sie ein paar Münchner Café-Tipps für uns, in denen es empfehlenswerte süße Leckereien gibt?
Stephanie Rinner: Ich mag das Café Fräulein mit seinen leckeren Zimtschnecken und das Café Lotti mit den selbstgemachten Obstkuchen sehr gerne. Beides liegt zwar nicht in meiner Nähe, aber da ich liebend gerne mit dem Fahrrad unterwegs bin, fahre ich gerne auch mal ein Stück länger.

Verraten Sie uns, welches Buch sie gerade lesen und ob Sie auch beim Lesen naschen?
Stephanie Rinner: Ich liebe die britische Autorin Jojo Moyes. Aktuell lese ich Ein ganz neues Leben. Ihren neuesten Roman hebe ich mir für meine Hochzeitsreise im Juni auf. Naschen? Ehrlich gesagt bin ich, wenn ich dann mal zum Lesen komme, derart in den Bann gezogen, dass ich das Naschen schlicht vergesse.

Liebe Frau Rinner, vielen Dank für dieses Gespräch! Und eine schöne Hochzeitsreise!

Ihr wollt ein Keks-Diplom machen? Kein Problem:
Hier geht`s zum Online-Keks-Diplom von Stephanie Rinner

Und hier geht`s nochmal zu Mein Keksdesign:
Mein Keksdesign

(Fotocredit: Mein Keksdesign)

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