Ullas 5 Sommersensationen

Endless Summer

Sommer, Sonne, Sensationen! Ich lie-lie-liebe den Sommer. Im Sommer hab ich Geburtstag, die Luft ist warm, die Laune noch wärmer und das Leben so viel leichter. Wenn es nach mir ginge, dürfte der Sommer niemals enden. Meine fünf besten Gründe für einen endlos langen Sommer sind diese:

Pasta mit Palme

Mein Lieblingsgemüse ist die Tomate. Wenn ich mir ein einziges Nahrungsmittel aussuchen müsste, von dem ich mich den Rest meines Lebens ernähren sollte, wäre es, ganz klar: die Tomate. Ein bisschen süß, ein bisschen sauer, sehr saftig und herrlich wandelbar.

Weil ich mich aber selbst nicht langweilen will, habe ich mir ein sommerliches Pasta-Rezept ausgedacht, dass so ganz ohne Tomate auskommt. Auch wenn ich es selbst nicht glauben wollte: das geht. Sehr gut sogar. Und zwar so:

Fenchel-Kapern-Spaghetti

Ihr braucht für 4 Portionen:
400 g Spaghetti
3 kleine Fenchelknollen (Fenchelgrün unbedingt aufheben)
1 Knoblauchzehe
4-5 EL Kapern (in Salzlake)
3 EL Zitronensaft
1 EL Thymian
1 Handvoll glatte Petersilie
4 EL Olivenöl.
Salz und Pfeffer

Und die Fenchelpalme als Krönchen obendrauf.

So geht’s:
Die Spaghetti in Salzwasser kochen. Währenddessen die Fenchel halbieren und in feine Scheiben schneiden. Das an eine kleine, feine Palme erinnernde Fenchelgrün aufheben und fein hacken. Die Knoblauchzehe ebenfalls dünn aufschneiden. Die Kapern in ein Sieb abgießen. Das Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und den Fenchel ca. zehn Minuten darin anrösten, bis er leicht braun wird. Dann den Knoblauch und die Kapern hinzugeben und mit Zitronensaft ablöschen. Bevor die Nudeln abgegossen werden, eine halbe Tasse des Nudelwassers abschöpfen. Dieses zusammen mit den Spaghetti in die Pfanne geben und alles gut durchmischen. Nun mit Thymian sowie Salz und Pfeffer abschmecken. Mit dem Fenchelgrün und etwas Petersilie garnieren.

Sommer in Skandinavien

Wenn die Sonne vom Himmel brennt, der Schweiß den Nacken herabrinnt und sich kein Lüftchen mehr bewegt, dann wird sogar mir der Sommer mal ganz kurz zu viel. Doch wozu gibt es Bücher? In solchen Situationen kommt es mir nämlich zugute, dass ich mich restlos in eine Geschichte hineinsteigern kann.

Lesend nach Schweden reisen – besser geht’s nicht.

Dann greife ich zu einem Roman, in dem der Sommer luftig-leicht und gar nicht drückend daherkommt – weder auf den Körper noch auf’s Gemüt: Schloß Gripsholm von Kurt Tucholsky ist mein All-time-favourite in Sachen Sommergeschichte. Ich habe sie mit 17 das erste Mal gelesen und seitdem immer und immer wieder. Das weiß ich noch so genau, weil meine Schwester mir das Buch zu meinem 17. Geburtstag geschenkt hat. Es ist ganz kurz, macht aber lange glücklich. Uns Leser bereits seit 86 Jahren.

Vom Pflanztopf in den Kochtopf

Mein erster Weg morgens führt normalerweise zur Kaffeemaschine. Nicht so im Sommer! Da führt er nämlich zu meiner Terrassentür, um schnell zu gucken, wie groß meine Gemüsepflanzen über Nacht geworden sind.

Wann darf ich die Gurke endlich essen?

Jeden Tag sind es ein paar Millimeter mehr. Manchmal sogar Zentimeter! Und wenn Zucchini, Radieschen, Gurken und Tomaten kurz vor der Ernte stehen, dann kribbelt es in meinen Fingern und ich male mir aus, was ich daraus Köstliches zubereiten werde.

Und wann blüht die Kapuzinerkresse?

Zum Beispiel eingelegte Zucchini. Oder Pesto aus Radieschengrün. Oder eine eiskalte Gazpacho. Oder oder oder. Erntezeit ist einfach die beste Zeit!

Cornwall kann Karibik

Auf die Gefahr hin euch auf die Nerven zu gehen: Cornwall darf bei meinen Sommersensationen einfach nicht fehlen. Für mich ist der westlichste Zipfel meiner Lieblingsinsel das ultimative Sommerreiseziel.

St Ives, du Sommer-, Sonne-, Sehnsuchtsort

Ganz egal, ob man sich als Surfer in die wilden Wellen stürzen oder einfach nur im Liegestuhl vor sich hin träumen will: In Cornwall ist es einfach schöner. Cornwall kann nämlich fast alles, sogar Karibik: Türkisblaues Wasser, Palmen und irrsinnig lässiges Lebensgefühl. Was will man mehr?

Rein in die Fluten – ob mit Brett oder ohne!

Eine Warnung will ich dennoch aussprechen: Wer einmal da gewesen ist, will immer wieder kommen. Cornwall macht süchtig, es raubt dir den Atem und nicht wenig Geld. Aber es ist jeden Penny wert.

Glut und Gurke

Bild: Declan Rex/unsplash.com

Mit Freunden ist das ja so: die besten brauchen kein aufregendes Programm und keinen speziellen Grund, um dich zu treffen. Ein Tisch, ein paar Stühle und ein volles Glas – das genügt. Die stundenlangen Gespräche sind dann kostenlose Dreingabe. Im Sommer darf’s auch gerne mal ein voller Teller und ein guter Grund obendrauf sein. Und der heißt bei mir Grillen. Weil mein Freundeskreis aus Veganern, Vegetariern, Fischverächtern und Allesfressern besteht, muss für jeden was dabei sein. Schwierig? Nö, ganz leicht! Ein paar Steaks, ein bisschen Halloumi und ganz viel Grillgemüse – fertig ist die Grillplatte. Dazu gibt’s Salate noch und nöcher. Leute, wann grillen wir an?

2 thoughts on “Ullas 5 Sommersensationen

  1. Petra Martin

    Ich freue mich sehr, dass es noch mehr Menschen gibt, die ihren Terrassen- oder Hausgarten als Teil ihrer persönlichen „Sommersensationen“ sehen.
    Auch ich liebe es, frische Kräuter und eigenes Gemüse zu spannenden Kreationen zu verwandeln, um sie dann an einem lauschigen Plätzchen zu verzehren.
    Eigenes Gemüse vom Samen an wachsen zu sehen, dass macht einfach glücklich.
    Bin schon gespannt auf das empfohlene Buch, ich persönlich kenne es nämlich noch nicht.
    „Das weiße Segel“ von Sergio Bambaren, es war bisher mein literarisch-leichtes Sommervergnügen.
    Viel Spaß allen beim Nachdenken, was denn für jeden persönlich die Highlights des Sommers sind und Danke für den anregenden Post.

    Liebe Grüße Petra

    1. Ulla

      Liebe Petra,

      schön, dass Du eine Gleichgesinnte bist. Was gibt es Schöneres als das zu ernten, was man gesät hat? Danke Dir für den Buchtipp! Ich kenne wiederum dieses Buch nicht, werde mich aber gleich mal darüber informieren.

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