Warum „Halt die Fresse Klappentext“?

Ist der Name nicht etwas krass?

Ja, aber:

Wahrheit I – weil`s provokant ist! Vielleicht vergisst man den Namen so schnell nicht wieder, hat man ihn einmal in den Ohren klingeln hören. Oder man merkt sich zumindest sowas wie: Na, dieses Online-Ding. Irgendwas mit Fresse, glaub ich.

Wahrheit II – stöbert man in der Buchhandlung und sucht so ganz ohne Plan und ohne Ziel den nächsten Roman, den man lesen wird, ist es da empfehlenswert, sich vom Klappentext leiten zu lassen? Die einen sagen ja, die anderen sagen nein. Klappentexte sind immer Werbung, Kaufempfehlungen vom Verlag, aufgedruckt mit dem Ziel, dass dieses Buch auch zur Kasse getragen wird oder im Warenkorb landet. Genauso ist es bei Texten zu Hotelbroschüren, Produktbeschreibungen vom neuen heißen Scheiß. Ist es nicht besser, oder glaubhafter, oder zumindest hilfreicher, die Erfahrungen von Menschen abzuklopfen, die sich mit den empfohlenen Büchern, Filmen, Produkten, Reisezielen etc. bereits selbst auseinandergesetzt haben? Wir finden schon. Und ist das dann nicht immer auch gleich Werbung? Wir finden nein. Weil man erfährt ja auch, wenn`s zwickt und klemmt, wenn`s sperrig ist oder langweilig. Anderes feiert man ab. Weil`s soso schön war, oder gut, oder außergewöhnlich, oder eigentlich nur so okay, eher so mittel aber doch irgendwie superspeziell. Und dass wir primär über schöne Dinge berichten, möge man uns bitte verzeihen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.