Cacio e Pepe remastered

Graupen auf Gourmet-Ausflug

Cacio e Pepe e Ulla sind ganz dicke, cremige Freunde. Herr Käse und Herr Pfeffer gehören in Italien zu den Grundnahrungsmitteln. In Verbindung mit Pasta sind sie ein typisch italienisches Armeleuteessen. Heutzutage wird zum Beispiel Spaghetti Cacio e Pepe in Sterne-Restaurant serviert. Der moderne König der italienischen Küche Massimo Bottura ist berühmt für sein Risotto Cacio e Pepe. Das Schema ist also klar: man nehme ein sattmachendes Getreideprodukt und verbinde es mit Käse und Pfeffer.

Weil ich gerade dabei bin, meine Küchenvorräte auf ein Minimum zu reduzieren, fiel mir eine Packung Dinkelgraupen in die Hand. Nicht das Gesicht verziehen! Ich liebe Graupen und stecke sie am allerliebsten in Salatform in den Mund. Weil im Winter Tomaten, Gurken und Konsorten nicht auf ihrer geschmacklichen Höhe sind, musste allerdings eine andere, winterlichere Zubereitung her. Der Kühlschrank blickte mich mit leerer Miene an, da sprang mir die Idee in Gestalt einer sich in der Ecke versteckenden Plastikdose entgegen. Dort lauerte – wie so oft – meine kulinarische Rettung namens Parmesan. Und was Nudeln und Reis können, kriegen Graupen garantiert auch hin. Darum: Graupen Cacio e Pepe.

Graupen Cacio e Pepe

Ihr braucht für 4 Personen:
400 g Dinkel-Graupen (natürlich funktionieren auch andere Graupen)
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
1 EL Zitronensaft
150 g Parmesan (ich steh’ auf Parmigiano Reggiano, aber Grana Padano funktioniert ebenso)
Salz und schwarzen Pfeffer

So geht’s:
Die Graupen gut durch kochen (mindestens 30 Minuten) und eine halbe Tasse vom gesalzenen Kochwasser auffangen. Abgießen, aber nicht abschrecken. In einer Pfanne Olivenöl erhitzen und die gehackte Knoblauchzehe kurz im heißen Öl schwenken. Dann die Graupen hinzu und kurz mit braten. Den fein geriebenen Parmesan bei mittlerer Hitze hinein und mit Zitronensaft und dem abgeschöpften Kochwasser unter Rühren vermischen, bis sich eine cremige Masse gebildet hat, die sich um die Graupen legt und ihnen ein goldgelbes Gewand verpasst. Wenig Salz hinzu (das Graupenwasser und der Parmesan sind bereits sehr salzig) und umso intensiver pfeffern. Heiß essen.

Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft

Ich weiß, das Endergebnis sieht nicht gerade erquickend aus. Eher nach Porridge ohne Früchte oder nach einem ähnlich unattraktiven Getreidepampf. Aber sobald bissiges Getreide und cremige Sauce im Mund die pure Harmonie verbreiten, wird der Anblick vergessen sein. Die wahre Schönheit kommt nun mal von innen. Vielleicht wird es ja auch für euch der Beginn einer wunderbaren Freundschaft mit Herrn Käse und Herrn Pfeffer.

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